Silber und Bronze bei der Olympic Hopes Regatta in Kruszwica, Polen. Mia Neuwirther, Emil Reitzinger und Paul Niemetz qualifizierten sich bei der Eurow Regatta im Mai für die am 19. Juni stattfindende Olympic Hopes Regatta. Dort trafen sie auf Boote aus Ungarn, Tschechien, Polen und der Slowakei. Untergebracht in einem Hotel mit dem klangvollen Namen „Palac Kobylniki“, stellten sich schnell fest, dass das Essen wesentlich weniger prestigeverdächtig war, als der Name vermuten lässt. Leid schweißt zusammen und so fand sich der Großteil der österreichischen Mannschaft dann zum Pizzaessen zusammen. Dafür waren dann die Ruderbedingungen erste Sahne. Die Regattastrecke in Kruszwica überzeugte an beiden Tagen mit flachem Wasser und sehr schnellen Bedingungen.
Mia ging mit ihrer Partnerin Magdalena Erlinger vom WSV Ottensheim im JWB2x an den Start. Nach einem guten Training am Donnerstag gingen die zwei top motiviert, aber sehr aufgeregt ins Rennen am Freitag. Nach einem nicht optimalen Start fanden sie sich früh im Rennen auf dem vierten Platz, zogen aber dennoch voll durch und versuchten über die Strecke immer wieder, an die anderen Boote ranzukommen. Denen war aber wenig entgegenzusetzen, so mussten die zwei sich im Ziel schließlich mit dem 4. Rang begnügen.
Paul und seinen JMB4x-Kollegen Elias Öckmayer (URV Pöchlarn), Benedek Münch (WSV Ottensheim) und Vinzent Hack (LRV Ister) erging es am Start erst Mal ähnlich. Platz vier nach den ersten 500m. Aber dann fanden die Jungs ihren Rhythmus, konnten Boden gut machen und ruderten bei den nächsten zwei Zwischenzeiten auf dem zweiten Platz. Den konnten sie bei dem fulminanten Endsprint der Polen nicht verteidigen, so wurde es schlussendlich die Bronzemedaille für das Quartett.
Emil und Paul gingen gemeinsam mit Elias, Benedek, Vinzent, Luis Gruber, Moritz Ganhör (beide LRV Ister) und Erland Wieser (WRK Donau) im JMB8+ an den Start. Steuerfrau Franziska Leibetseder (LRV Ister) schenkte den Jungs während dem Rennen keine Gnade, aus einem Zehner wurden zum Beispiel 20 Schläge Vollgas. Das schlug sich auch im Ergebnis zu Buche, die Jungs und Franzi durften sich im Ziel über einen ungefährdeten zweiten Platz freuen. Mit zwei Medaillen im Gepäck machten sich unsere Sportler wieder auf den langen Heimweg zurück nach Österreich, werden am Samstag sicher noch gut Schlafen und sind für die nächsten Jahre hoffentlich ein Vorbild für unsere jüngeren B-JuniorInnen und SchülerInnen – immerhin waren alle drei Sportler in ihren beiden Junior B Jahren für diese Regatta vom Österreichischen Ruderverband nominiert worden, was für ihren Ehrgeiz und ihre Disziplin spricht. Und für ihre Fähigkeit, an dem ganzen Drumherum wirklich Spaß zu haben – ohne den geht es nicht und die Momente, wenn speziell die Jungs vor blöden Ideen sprießen, bleiben nun mal viel länger im Gespräch als jedes Rennen.




